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Yamaha YZF-R6 (RJ151) - 2008 (Serie)

Yahama YZF-R6 RJ151 2008

Motorart/Kühlung R 4/Wasser
Hubraum 599 ccm
Gemischaufbereitung Einspritzung/G-Kat/Euro 3
PS - UMin 129 PS (94,9 kW) - 14500/min
Nm - UMin 66 Nm - 11000/min
Gänge/Antrieb 6/Kette
Test in PS 05/2008
Gewicht vollgetankt 193 kg (v/h 52,3/47,7)
0 - 70 km/h - s
0 - 100 km/h 3,5 s
0 - 120 km/h - s
0 - 140 km/h - s
0 - 150 km/h 5,7 s
0 - 160 km/h - s
0 - 180 km/h - s
0 - 200 km/h 9,7 s
1 km, stehender Start - s
Durchzug letzter Gang
60 - 100 km/h - s
60 - 120 km/h - s
60 - 140 km/h - s
60 - 160 km/h - s
100 - 140 km/h - s
140 - 180 km/h - s
Vmax solo (Werk) (270) km/h
100 - 0 km/h - m
Handlingparcours I -
Handlingparcours II -
Kreisbahn -
Testverbrauch 9,2 L/SB
Preis Testmotorrad zzgl. NK 11.315 Euro (04/2008)

Bemerkungen:
Bereifung: 120/70 ZR 17 - 180/55 ZR 17 (Dunlop Qualifier PT)

Leistungsmessung auf dem Rollenprüfstand (vergleichbar mit einer genormten Serienmessung): 124 PS bei 14300/min, 65 Nm bei 10700/min.

Reichweite der Gänge: -/-/-/-/-/- km/h.

Durchzug letzter Gang: 50-100 km/h = 6,5 s, 100-150 km/h = 6,4 s.

Zum Modelljahr 2008 wurde die Yamaha YZF-R6 im Detail überarbeitet und trägt jetzt den Modellcode RJ151 (die 2006/2007er ist das Modell RJ 111).

Die Verdichtung des Motors wurde von 12,8:1 auf 13:1 erhöht. Dazu hat man, um der auffälligen Durchzugsschwäche der R6 bei niedrigen und mittleren Drehzahlen entgegenzuwirken, neben dem bekannten YCC-I System (Yamaha Chip Controlled Intake) ein variables Saugrohr eingebaut.
Dazu wurde die Aerodynamik der Verkleidung etwas optimiert und der Lenker 10 mm tiefer angebracht.

Allerdings haben diese Modifikationen den Charakter der R6 nicht im Geringsten beeinflusst. Sie ist der Zweitakter unter den Motorrädern. Die Sitzposition ist Racing pur, auch wenn die R6 verhältnismäßig viel Platz und guten Windschutz bietet. Das Fahrverhalten ist messerscharf - auch wenn die neue Erstbereifung nun etwas zahmer wirkt als bei der Vorgängerin. Auf Rennreifen ist die R6 eine der schnellsten auf der Rennstrecke. Beim "Masterbike 2008" Wettbewerb der Zeitschrift Motorrad belegte sie den 2. Platz - in der Gesamtwertung mit den 1000er Vierzylindern und dicken V2-Sportlern à la KTM 1190 RC8.

Wer die R6 zum Tanz bittet, der sollte führen können. Unterhalb von 8000/min ist nicht viel los, ab 10000/min geht der 600er ab wie ein Marschflugkörper. Auf dem Prüfstand wurden 15800 Touren maximal erreicht, der ungenaue Drehzahlmesser zeigt dann Werte über 17000 an. Schon der ausgedrehte erste Gang reicht für Tacho 130, ein gemütlicher Landstraßentourer ist die R6 damit nicht. Will man Vortrieb, muss man drehen bis der Arzt kommt. Auf der Rennstrecke beeindruckt die absolut stabile Gabel und die Anti-Hopping-Kupplung, doch beim Herausbeschleunigen ist Vorsicht angesagt. Die R6 hat auch in der RJ151-Ausführung keinen Lenkungsdämpfer, der ein Lenkerschlagen bei harter Gangart unterbindet.

Wo ist die R6 im Reigen der direkten Konkurrenz einzuordnen?
  • Honda CBR 600 RR: Leichter (186 kg vollgetankt), viel mehr Drehmoment bei mittleren Drehzahlen, keine Anti-Hopping-Kupplung, bei Rennstrecken-Tests langsamer (2008er Modelle im Vergleich)
  • Kawasaki Ninja ZX-6R: Schwerer (203 kg vollgetankt), ausladende Karosserie, unhandlicher, sehr unkompliziertes Fahrverhalten, kein Lenkkungsdämpfer, gute Anti-Hopping-Kupplung, ein wenig durchzugsstärkerer Motor, aber langsamer wegen hohem Gewicht
  • Suzuki GSX-R 600 K8: Schwerer (200 kg vollgetankt), etwas durchzugsstärker, kommode und passive Sitzposition, unproblematisches und braves Fahrverhalten, wegen des hohen Gewichts und des durchschnittlichen Motors langsamer auf der Rennstrecke
  • Suzuki GSX-R 750 K8: Deutlich bessere Beschleunigung, deutlich bessere Durchzugskraft, aber unhandlicher und im PS "Supersport Open" mit Rennbereifung auf der Rennstrecke langsamer (GSX-R 750 K8 in Montpellier: 1.26,92 min, R6 RJ151: 1.26,75 min), relativ starke Vibrationen, sehr bequeme Sitzposition für Supersport-Verhältnisse, auf der Landstraße wegen ihrer überlegenen Durchzugswerte besser
  • Triumph Daytona 675 Triple: Etwas leichter (190 kg vollgetankt), enorme Durchzugskraft, riegelt früh ab (ca. 13300/min), mit Rennreifen nicht ganz so messerscharfes Handling, hakeliges Getriebe, keine Anti-Hopping-Kupplung, mit Rennreifen ein wenig langsamer auf der Rennstrecke, auf der Landstraße überlegen, sehr sportliche Sitzposition
(Daten Stand 04/2008. Alle Angaben ohne Gewähr.)

Link: yamaha-motor.de