| Motorart/Kühlung | R 4 / Luft-/Öl |
| Hubraum | 1251 ccm |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung / G-Kat / Euro 3 |
| PS - UMin | 98 PS (72 kW) - 8000/min |
| Nm - UMin | 108 Nm - 6000/min |
| Gänge/Antrieb | 5 / Kette |
| Test in PS 07/2010 | |
| Gewicht vollgetankt | 249 kg (v/h 48,8/51,2) |
| 0 - 70 km/h | - s |
| 0 - 100 km/h | 3,3 s |
| 0 - 120 km/h | - s |
| 0 - 140 km/h | - s |
| 0 - 150 km/h | 6,7 s |
| 0 - 160 km/h | - s |
| 0 - 180 km/h | - s |
| 0 - 200 km/h | 14,9 s |
| 1 km, stehender Start | - s |
| Durchzug letzter Gang | |
| 50 - 100 km/h | 4,7 s |
| 50 - 150 km/h | 9,4 s |
| 100 - 150 km/h | 4,7 s |
| Vmax solo (Werk) | (213) km/h |
| 100 - 0 km/h | - m |
| Testverbrauch 100 km | 7,4 L/SB |
| Preis Testmaschine zzgl. NK | 10.990 Euro (06/2010) |
| Bemerkungen: Bereifung: 120/70 ZR 17 - 180/55 ZR 17 (Dunlop Sportmax D) Leistungsmessung auf dem Rollenprüfstand (vergleichbar mit einer genormten Serienmessung): 107 PS bei 7700/min, 117 Nm bei 5800/min. Reichweite der Gänge: -/-/-/-/-/- km/h. Wer sich angesichts ihrer unbestrittenen Schönheit in eine Yamaha XJR 1300 verliebt, der sei hiermit gewarnt. Die XJR 1300 ist zwar eins der schönsten Motorräder, die jemals gebaut wurden. Aber sie ist in manchen Punkten auch veraltet und wird offensichtlich seit 2007 nicht mehr weiterentwickelt. Die folgende (leichte) Kritik wurde aus dem Blickwinkel von 2010 erstellt - mithin sind drei Jahre ohne Modellpflege vergangen. Der einzige luftgekühlte Reihenvierzylinder der Welt mit Euro 3 --- bei gusseisernen Motorradfahrern kann schon alleine dieser Umstand für eine Kaufentscheidung ausreichen. So ranken sich auch viele Legenden um diesen Antrieb. In der Praxis ist der Reihen-Vierer ein sanfter Geselle, der nur um 4500/min herum zu harten Vibrationen neigt. Er zieht auch gut durch und leistet trotz 98 PS Zulassung immer über 100 PS auf Test-Prüfständen. Doch wirkt die Yamaha beim Anfahren seltsamerweise für eine 1300er etwas kraftlos. Man muss mehr Gas geben als bei einer CB 1300 oder einer Bandit 1250, um schnell aus den Startlöchern zu kommen. Besonders das Fahrwerk ist hoffnungslos veraltet. Federung und Dämpfung der XJR sind trotz mehrfacher Überarbeitung in den letzten Jahren zu weich für eine sportliche Fahrweise. Rasen lässt es sich mit der XJR 1300 also nicht so gut wie mit anderen Big Bikes, obwohl die Yamaha für ihre Gewichtsklasse sehr handlich ist. Dazu montiert Yamaha auch noch harte und veraltete Reifen, die (verglichen mit modernen Konstruktionen) wenig Bodenhaftung besitzen. Der Pilot sitzt tief im Bike und die Knie stoßen sich am Motor. Eine sportlich-aktive Ergonomie sieht anders aus. Beim harten Bremsen dann kommen alle Nachteile der XJR zum Tragen: Die Gabel ist zu weich und schlägt schnell auf Block - der Vorderreifen hat wenig Haftung und gerät leicht ins Rutschen - die Bremse stammt aber aus der R1 und ist entsprechend giftig. Dazu hat die Yamaha kein ABS, das eine Vorderradblockade verhindern könnte. Mithin kann man dieses Motorrad nur sehr erfahrenen Piloten empfehlen, denn für eine gelungene Notbremsung benötigt man viel Gefühl und gute Nerven. Wie es sich für ein Naked Bike gehört sitzt der Fahrer auf einem bequemen Sattel, aber aufrecht direkt im Wind. Die Sozia hat genug Platz und Knieraum für lange Ausfahrten. 213 km/h Höchstgeschwindigkeit reichen für dieses Konzept auch aus. Der Testverbrauch wurde bei sportlicher Fahrweise ermittelt, ein Sparwunder ist die XJR aber nicht. Zu guter Letzt muss man leider darauf hinweisen, dass es objektiv bessere Bikes als die Yamaha XJR 1300 gibt. Honda CB 1300 S und Bandit 1250 S verfügen über ABS, ein weitaus besseres Fahrwerk und eine Halbschalen-Verkleidung. Die stimmigere klassische Optik bietet allerdings die XJR. Nur muss sich der Käufer damit anfreunden, das Fahrwerk und die Reifen in Eigeninitiative zu optimieren. (Daten Stand 06/2010. Alle Angaben ohne Gewähr.) Link: yamaha-motor.de |