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Suzuki Bandit GSX 1250 FA GT ABS - Tourentest 2010 (Tourer)

Suzuki GSX 1250 FA GT Traveler 2010

Motorart/Kühlung R 4 / Wasser
Hubraum 1255 ccm
Gemischaufbereitung Einspritzung / G-Kat / Euro 3
PS - UMin 98 PS (72 kW) - 7500/min
Nm - UMin 108 Nm - 3700/min
Gänge/Antrieb 6 / Kette
Test in Motorrad 19/2010
Leergewicht vollgetankt 278 kg
0 - 70 km/h - s
0 - 100 km/h 3,4 s
0 - 120 km/h - s
0 - 140 km/h 5,9 s
0 - 150 km/h - s
0 - 160 km/h - s
0 - 180 km/h - s
0 - 200 km/h 13,7 s
1 km, stehender Start - s
Durchzug letzter Gang
60 - 100 km/h 3,9 s
60 - 120 km/h - s
60 - 140 km/h 8,1 s
60 - 160 km/h - s
100 - 140 km/h 4,2 s
140 - 180 km/h 5,6 s
Vmax (Werk) (230) km/h
100 - 0 km/h - m
Handlingparcours I -
Handlingparcours II -
Kreisbahn -
Verbrauch Landstraße 5,8 L/NB
Preis Testmaschine zzgl. NK 10.470 Euro (08/2010)

Bemerkungen:
Bereifung: 120/70 ZR 17 - 180/55 ZR 17 (Bridgestone BT 021 AA)

Leistungsmessung auf dem Rollenprüfstand (vergleichbar mit einer genormten Serienmessung): 108 PS bei 8800/min, 112 Nm bei 3500/min

Reichweite der Gänge: -/-/-/-/-/(274) km/h. Zuladung effektiv 197 kg. Tankinhalt 19 Liter.

"FA GT"? Was bedeuten diese Begriffe? Nun, F steht für Fairing - Vollverkleidung. Zum Modelljahr 2010 wird die große Bandit endlich mit einer Vollschale angeboten, was ihre Tourenfähigkeiten unterstreichen soll. A steht für ABS. GT steht für die optionale Tourenausstattung: Topcase, Givi-Seitenkoffer, Tankpad und ein Scheibenaufsatz (Varioscreen).

DISCLAIMER: Ich verehre den Antrieb der Bandit 1250. Man müsste ihm ein Denkmal setzen. Es ist einfach die Pflicht jedes Motorradfahrers, mindestens einmal im Leben eine 1250er Bandit gefahren zu haben, es sei denn er hatte schon einmal eine Suzuki GSX 1400. Durchzug wie eine Dampfmaschine, von Anfang an, linear aufsteigend. Doch hier geht es um die Frage, ob die große Bandit wirklich ein vorbildlicher Tourer ist. Da zählt nicht nur der Dampf.

Nun muss man sich darüber im Klaren sein, dass Suzuki mit diesem sehr günstig angebotenen Tourer Kompromisse eingehen muss. Die Sitze sind ergonomisch in Ordnung, aber nicht besonders üppig. Man sitzt sich schnell den Hintern darauf wund. Auf einen bei Reisenden beliebten Kardanantrieb muss man verzichten, genauso wie auf eine Griffheizung.
Die Windschutzscheibe ist deutlich kleiner als bei einer Honda Pan European, Kawasaki GTR, Yamaha FJR oder BMW RT. Daher ist ihr Windschutz auch nicht perfekt. Der Auspuff ist sehr leise und wirkt etwas grobschlächtig, die Federung ist ziemlich straff ausgelegt.

Auf gewundenen Landstraßen fährt sich die Bandit wie ein großes und schweres Motorrad, aber sie ist auch sehr fahrsicher und einfach zu fahren. Die serienmäßigen Bridgestone BT 021 sind nicht mehr die aktuellste Ware, beim Reifenwechsel sollte man auf modernere Fabrikate umsteigen.

Der Motor ist, wie schon erwähnt, über jeden Zweifel erhaben. Er zieht ab Leerlaufdrehzahl durch wie ein Büffel und zeigt erst bei 8000/min leichte Ermüdungserscheinungen. Im Alltag schaltet man spätestens bei 7000 auf der Uhr. Der Rest, bis 9000/min, ist eher Überdrehreserve, auch wenn die Bandit dort ihre Höchstleistung erzielt. Übrigens hat bislang keine Bandit 1250 bei irgendeinem Test unter 100 PS geleistet, die 98 offiziellen PS sind also eher untertrieben.
Die offiziellen Druchzugswerte leiden unter der recht langen Übersetzung des sechsten Gangs. Auf Landstraßen ist man eher im Fünften oder Vierten unterwegs. Herunterschalten muss man dann aber auch bei Überholvorgängen nicht.

Die Seitenkoffer der Suzuki Bandit GSX 1250 FA GT fassen je 33 Liter, genauso wie das Topcase, das einen Vollintegralhelm beherbergen kann. Suzuki empfiehlt, mit Topcase nicht schneller als 130 km/h zu fahren.

Das GT-Paket ist auf nur 200 Exemplare der Bandit 1250 FA beschränkt. Die meisten Interessenten werden also die GT-Extras per Aufpreisliste zusammenkaufen müssen. Dazu kommen je nach Bedarf eine Umrüstung auf Zahnriemenantrieb (z.B. bei MTC-Motorrad ), eine Bagster-Sitzbank und eine Griffheizung.

(Daten Stand 08/2010. Alle Angaben ohne Gewähr.)

Link: suzuki.de