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KTM 990 SM Supermoto - 2008 (Serie)

KTM 990 SM Supermoto
Motorart/Kühlung V 2/Wasser
Hubraum 1000 ccm
Gemischaufbereitung Einspritzung/G-Kat/Euro 3
PS - UMin 116 PS (85 kW) - 9000/min
Nm - UMin 97 Nm - 7000/min
Gänge/Antrieb 6/Kette
Test in PS 03/2008
Gewicht vollgetankt 208 kg (v/h 49,0/51,0)
0 - 70 km/h - s
0 - 100 km/h 3,7 s
0 - 120 km/h - s
0 - 140 km/h - s
0 - 150 km/h 6,5 s
0 - 160 km/h - s
0 - 180 km/h - s
0 - 200 km/h 11,9 s
1 km, stehender Start - s
Durchzug letzter Gang
60 - 100 km/h - s
60 - 120 km/h - s
60 - 140 km/h - s
60 - 160 km/h - s
100 - 140 km/h - s
140 - 180 km/h - s
Vmax solo (Werk) (220) km/h
100 - 0 km/h - m
Handlingparcours I -
Handlingparcours II -
Kreisbahn -
Testverbrauch 8,7 L/SB
Preis Testmotorrad zzgl. NK 11.595 Euro (2008)

Bemerkungen:
Bereifung: 120/70 ZR 17 - 180/55 ZR 17 (Pirelli Scorpion Sync)

Leistungsmessung auf dem Rollenprüfstand (vergleichbar mit einer genormten Serienmessung): 121 PS bei 9300/min, 101 Nm bei 7000/min. Begrenzer bei 9700/min.

Reichweite der Gänge: 80/110/141/174/209/(244) km/h.

Zum Modelljahr 2008 hat KTM sein Parade-Biest überarbeitet. Der 75-Grad-V2 der Landstraßen-Granate 950 Supermoto wurde im Hubraum aufgerüstet (volle 1000 ccm statt 942 ccm) und mit einer 48 mm Einspritzung versehen (statt 43 mm Vergaser). Mithin schafft die KTM 990 SM auch Euro 3.

Daneben gab es etwas Modellpflege. Der Lenkkopfwinkel wurde mit 65,1 Grad steiler (statt 64,6 Grad), die Gabelfedern wurden härter und der Gabelversatz um 2 mm verringert (was den Nachlauf von 108 auf 110 mm verlängert). Die Sitzhöhe verringerte sich von 880 mm auf 875 mm. Diese Modifikationen sollen das Handling der Supermoto noch einmal verbessern. In der Praxis ist dies Geschmackssache, denn das vorbildlich neutrale Fahrverhalten der 950er schlägt nun in eine etwas übertriebene Handlichkeit um. Trotzdem bleibt die 990er SM auf Landstraßen mit engen Kurven ungeschlagen.

Das Fahrwerk ist relativ weich abgestimmt, das hintere Federbein (ohne Umlenkung) schlägt bei sehr sportlicher Fahrweise auch schon mal durch.

Die KTM 990 SM beschleunigt von 0 auf 100 km/h nicht besser als die 950er. Schuld daran ist die ausgeprägte Wheelie-Neigung im ersten Gang. Die 990er hebt noch hemmungloser vorne ab, wenn man Gas gibt. Deswegen kann man in den unteren zwei Gängen nicht Vollgas geben, ohne Angst zu haben, sich umgehend nach hinten zu überschlagen. Litt die 950er unterhalb von 3000/min noch unter einer leichten Anfahrschwäche, grollt die 990er schon ab 2500/min wie irre los. Beide drehen bei ca. 9700/min in den Begrenzer. Die 990er leistet sich dabei eine spürbar härtere Gasannahme als die Vergaser-bewehrte 950er. Trotzdem arbeitet die 990er weitgehend vibrationsfrei.

Äußerlich erkennt man die 990er - außer am Schriftzug - an der neuen Lampenmaske und der Instrumentierung aus der Super Duke. Lampenmaske und vorderer Kotflügel sollen den Auftrieb bei hohen Autobahngeschwindigkeiten verringern.

Insgesamt werden diese Modifikationen nur wenige 950 SM - Piloten zum Umsteigen bewegen. Die KTM 990 Supermoto wird aber neue Freunde finden, denn mehr sportlicher Landstraßen-Spaß geht auf einem Motorrad wohl nicht.

(Daten Stand 02/2008. Alle Angaben ohne Gewähr.)

Link: ktm.de