
| Motorart | V 2/Luft |
| Hubraum | 1202 ccm |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung/U-Kat/Euro 3 |
| PS - UMin | 67 PS (49 kW) - 5700/min |
| Nm - UMin | 98 Nm - 3200/min |
| Gänge/Antrieb | 5/Zahnriemen |
| Test in Motorrad 03/2007 | |
| Gewicht vollgetankt | 267 kg |
| 0 - 70 km/h | - s |
| 0 - 100 km/h | 4,9 s |
| 0 - 120 km/h | - s |
| 0 - 140 km/h | 9,5 s |
| 0 - 150 km/h | - s |
| 0 - 160 km/h | - s |
| 0 - 180 km/h | - s |
| 0 - 200 km/h | - s |
| 1 km, stehender Start | - s |
| Durchzug letzter Gang | |
| 60 - 100 km/h | 5,5 s |
| 60 - 120 km/h | - s |
| 60 - 140 km/h | 12,5 s |
| 60 - 160 km/h | - s |
| 100 - 140 km/h | 7,0 s |
| 140 - 180 km/h | - s |
| Vmax solo (Werk) | (190) km/h |
| 100 - 0 km/h | - m |
| Handlingparcours I | - s/- km/h |
| Handlingparcours II | - s/- km/h |
| Kreisbahn 46 m | - s/- km/h |
| Verbrauch Landstraße | 4,8 L/SB |
| Grundpreis zzgl. NK | 11.240 Euro (02/2007) |
| Bemerkungen: Bereifung: 90-21 - 150/80 R 16 (Dunlop D 407 F/ D 401). Leistungsmessung auf dem Rollenprüfstand (vergleichbar mit einer genormten Serienmessung): 71,7 PS bei 5600/min, 96 Nm bei 4400/min. Reichweite der Gänge: -/-/-/-/-/- km/h. 1957 wurde die Sportster-Baureihe von Harley-Davidson ins Leben gerufen. Wie man auf diese Idee kam? - Nach dem Ende des 2. Weltkriegs, Mitte/Ende der 40er Jahre, brachten amerikanische Soldaten aus England sportliche britische Motorräder (Triumph, Norton) mit in ihre Heimat. Damals waren alle Harleys schwere, ungelenke Cruiser (vergleichbar der heutigen Softail Springer bzw. der Electra Glide). Dagegen trumpften die englischen Maschinen mit damals noch nicht gekannter Handlichkeit und Agilität auf. Die Sportster nahm den Fehdehandschuh auf und entwickelte dich zum erfolgreichsten Harleymodell - bis heute. Zum 50-jährigen Jubiläum wurde der Motor der Sportster auf Benzineinspritzung umgestellt. Das war wegen der Euro 3 - Norm ohnehin nötig. Die 1200er Sporty gibt es in zwei Versionen: Als mehr traditionelle Roadster mit zurückverlegten Fußrasten und dickerem Vorderreifen (mithin die sportlichste luftgekühlte Harley), und als Chopper mit großen, dünnen Vorderreifen, gekürzter Heckfederung, vorverlegten Fußrasten, Pullbacklenker und vollverchromtem Motor. Getestet wurde diese Choppervariante, deren Design auf die wilden 70er Jahre zurückgeht. Der Motor zieht konzeptgemäß gut durch, ist kräftig und dreht ab ca. 5000/min gegen eine unsichtbare Gummiwand. Harley-Davidson begrenzt die Drehfreude seiner luftgekühlten Aggregaten künstlich, um die Lebensdauer zu erhöhen. Die Fahrleistungen bewegen sich auf dem Niveau einer Dyna mit dem neuen 96er (1584 ccm) TwinCam. Kein Wunder, den die Sportster wiegt rund 40 kg weniger. Natürlich vibriert die 1200er kräftig, etwas anderes würden richtige Hoggies auch nicht tolerieren. Das Stoßstangenaggregat hat keine Ausgleichwellen und ist lediglich in Gummi gelagert. Das Fahrverhalten der Custom ist von überraschender Handlichkeit geprägt, hat aber auch seine Eigenheiten. Wegen des schmalen Vorderreifens und des hohen Lenkers kippt die Sportster bei niedrigen Geschwindigkeiten und engen Kurvenradien über das Vorderrad. Zudem blockiert das Vorderrad bei Vollbremsungen schnell, besonders wenn man zu zweit fährt. Nicht ohne Grund verfügt die Custom nur über eine Scheibenbremse vorne. Wer sportlicher unterwegs sein will, nimmt am besten die Roadster mit breiterem Vorderreifen und zwei Scheibenbremsen. Die Federung ist hart, bei Zweipersonenbetrieb schlägt sie auch gerne mal durch. Das Sitzpolster zeigt sich nicht geneigt, die Schläge des Fahrwerks nennenswert abzudämpfen. Der Soziusplatz fällt nach hinten ab und ist mit glattem Leder bezogen - wenig soziusfreundlich. Deswegen rüsten viele Hoggies ihre Sportster mit einem besser gepolsterten und konturierten Custom-Sitz nach. Überhaupt gibt es unglaublich viele Extras und Ersatzteile für die Harley wie Lenker, Blinker, Räder, Chromteile etcetc. So passiert es oft, dass sich zwei Harleys nicht gleichen, denn die allerwenigsten bleiben völlig serienmäßig. Noch etwas zu zwei typischen Vorurteilen: Zum einen wird immer noch gerne behauptet, dass Harleys unzuverlässig seien. Besonders von denjenigen Motorradfahrern, die noch nie eine Harley hatten. Tatsächlich hatte Harley in den 80er Jahren wegen der "Bedrohung" durch Japan-Chopper zu fest an der Kostenschraube gedreht. Damalige Harleys waren klapprig und unzuverlässig. Doch das besserte sich bereits in den 90ern dramatisch. Mittlerweile baut Harley-Davidson sehr zuverlässige und bestens verarbeitete Motorräder. Nicht zuletzt deswegen haben Harleys einen sehr niedrigen Wertverlust. Gerne bezeichnen Uneingeweihte alle Sportster als Frauen-Harleys. Auch das stimmt nicht ganz. Es ist richtig, dass die 883er Sportster mit Einzelsitz recht oft von Frauen gekauft wird. Das liegt aber meistens daran, dass deren Gatte schon eine große Harley besitzt. Wenn nun die Frau ihren eigenen Führerschein macht, weil sie selbst fahren will, dann ist meistens nur noch Geld für eine kleine Sporty da. Die Sportster ist aber generell für Harley-Verhältnisse günstig und bietet das volle Flair dieser Marke. Die Fahrleistungen der 1200er-Reihe sind dabei denen der großen, luftgekühlten ebenbürtig, das Handling deutlich besser. Deswegen geben auch viele Männer einer Sportster den Vorzug. (Stand Daten 02/2007, alle Angaben ohne Gewähr) Link: harley-davidson.de |