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Bimota DB6R Delirio - 2008 (Serie)

Bimota DB6R Delirio

Motorart/Kühlung V 2/Luft
Hubraum 1079 ccm
Gemischaufbereitung Einspritzung/G-Kat/Euro 3
PS - UMin 95 PS (70 kW) - 7000/min
Nm - UMin 103 Nm - 5500/min
Gänge/Antrieb 6/Kette
Test in Motorrad 12/2008
Gewicht vollgetankt 195 kg
0 - 70 km/h - s
0 - 100 km/h 3,6 s
0 - 120 km/h - s
0 - 140 km/h 6,2 s
0 - 150 km/h - s
0 - 160 km/h - s
0 - 180 km/h - s
0 - 200 km/h 17,6 s
1 km, stehender Start - s
Durchzug letzter Gang
60 - 100 km/h 4,5 s
60 - 120 km/h - s
60 - 140 km/h 8,7 s
60 - 160 km/h - s
100 - 140 km/h 4,2 s
140 - 180 km/h 5,7 s
Vmax solo - km/h
100 - 0 km/h - m
Handlingparcours I -
Handlingparcours II -
Kreisbahn -
Testverbrauch - L/SB
Preis Testmotorrad zzgl. NK 21.658 Euro (06/2008)

Bemerkungen:
Bereifung: 120/70 ZR 17 - 180/55 ZR 17 (Continental Race Attack)

Leistungsmessung auf dem Rollenprüfstand (vergleichbar mit einer genormten Serienmessung): 87 PS bei 6700/min, 100 Nm bei 5300/min.

Reichweite der Gänge: -/-/-/-/-/- km/h.

Nein, Preisfüchse werden sich wohl keine Bimota Delirio kaufen. Für die ist sie auch nicht gemacht. Der typische Bimota-Kunde möchte sein Modell nicht an jeder Straßenecke sehen. Es soll exklusiv sein, originell, mit den besten Komponenten und einer exzellenten Verarbeitung versehen. Das erfordert einen Kaufpreis, der weit jenseits der Schmerzgrenze des normalen Nakedbike-Kunden liegt.

Der Motor der DB6R Delirio stammt von Ducati, genauer aus der Hypermotard 1100. In der DB6R leistet er nominell zwei PS mehr. Sein Drehzahlbereich reicht von 2000 bis 9000/min, am wohlsten fühlt er sich zwischen 3000 und 7000/min. Im Handling und Federungsverhalten zeigt sich die Bimota der Ducati haushoch überlegen. Handlichkeit und neutrales Kurvenverhalten sind bestens. Die leichten Schmiederäder sorgen überdies für ein spielerisches Einlenken und ein leichtes Korrigieren der Linie in Schräglage.

Allerdings trennt die offene Trockenkupplung der Bimota DB6R schlecht, das Kaltstartverhalten lässt auch zu wünschen übrig. Ein echter Kritikpunkt ist die Sitzbank. Man hat sie offensichtlich - trotz der beachtlichen Sitzhöhe von 840 mm - für den typischen Italiener zugeschnitten, denn die Sitzkuhle ist für großgewachsene Nordeuropäer viel zu eng. Wegen der mangelnden Bewegungsfreiheit schläft der Fahrer-Hintern schon nach wenigen Kilometern ein. Zudem liegt das Federbein der Delirio zu nah am Auspuffkrümmer und heizt sich schnell auf. Das beeinträchtigt seine Funktion, es wird mit jedem Kilometer weicher.

(Daten Stand 02/2008. Alle Angaben ohne Gewähr.)

Link: bimota.it