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Benelli TNT 899 - 2008 (Serie)

Benelli TNT 899 Sport

Motorart/Kühlung R 3/Wasser
Hubraum 899 ccm
Gemischaufbereitung Einspritzung/G-Kat/Euro 3
PS - UMin 120 PS (88 kW) - 9500/min
Nm - UMin 88 Nm - 8000/min
Gänge/Antrieb 6/Kette
Test in MO 05/2008
Gewicht vollgetankt 225 kg (v/h 51,6/48,4)
0 - 70 km/h - s
0 - 100 km/h 3,9 s
0 - 120 km/h - s
0 - 140 km/h - s
0 - 150 km/h - s
0 - 160 km/h - s
0 - 180 km/h - s
0 - 200 km/h - s
1 km, stehender Start - s
Durchzug letzter Gang
60 - 100 km/h - s
60 - 120 km/h - s
60 - 140 km/h 8,8 s
60 - 160 km/h - s
100 - 140 km/h - s
140 - 180 km/h - s
Vmax solo (gemessen) 213 km/h
100 - 0 km/h - m
Handlingparcours I -
Handlingparcours II -
Kreisbahn -
Testverbrauch 7,5 L/SB
Preis Testmotorrad zzgl. NK 9.990 Euro (04/2008)

Bemerkungen:
Bereifung: 120/70 ZR 17 - 190/50 ZR 17 (Dunlop)

Leistungsmessung auf dem Rollenprüfstand (vergleichbar mit einer genormten Serienmessung): 121 PS bei 9900/min, 93 Nm bei 7500/min.

Reichweite der Gänge: -/-/-/-/-/(240) km/h.

Die TNT 1130 von Benelli ist ein Naturereignis. Der geradezu gewalttätige Dreizylinder kreischt ungeniert seine Kraft heraus, das nahezu perfekte Fahrwerk hilft, die Kraftmaschine jederzeit locker unter Kontrolle zu halten.

Nun ist der Spaß nicht billig. 13.490 Euro (plus ca. 250 Euro Nebenkosten) sind kein Pappenstil - vor allem für diejenigen, die ihrer Lebenspartnerin klarmachen wollen, dass sie das absolute Ego-Krad für einen fünfstelligen Betrag kaufen möchten. Dazu kommen Interessenten, die das TNT-Design geil finden, aber die unbändige Kraft des 1130ers entweder fürchten oder schlichtweg nicht brauchen. Für diese Menschen bietet Benelli jetzt die TNT 899 an. Gleiches Design und Rahmen wie die 1130er, aber weniger Hubraum und etwas einfachere Fahrwerkselemente und Bremsen.

Die 899er gibt es als einfache "899" und als "899 Sport" Version (10.490 Euro plus NK). Die Sport hat einstellbare Federelemente, mehr Kohlefaserteile und eine zweiteilige Sitzbank wie die 1130er. Aber es geht auch ohne, das Fahrwerk der normalen 899er ist tendentiell etwas weicher, aber sehr handlich und fahrsicher. 899 und 899 Sport haben zwar keine Radialbremsen, dennoch ist die Brembo-Anlage standfest und gut dosierbar. ABS gibt es natürlich nicht. Getestet wurde die normale 899er TNT.

Der 899er Dreizylinder wird von einer Walbro-Einspritzung befeuert. Er leistet deutlich weniger als der 1130er, ist für normale Fahrertalente gut beherrschbar. Ab etwa 3000/min wacht er auf, dreht am liebsten zwischen 5000 und 8000/min, der Drehzahlbegrenzer greift erst bei 11000/min ein - da die Drehwilligkeit aber jenseits von 10000/min stark abnimmt, schaltet man deutlich früher. Mehr als bei jeder anderen Maschine sollte man nach Möglichkeit beide probefahren - erst die 899, dann die 1130. Die TNT 899 wirkt etwas leichter zu beherrschen, während ein normaler Fahrer auf der TNT 1130 mit einem unbedachten Gasstoß schneller mal im Abseits landen kann.

Die TNT braucht nur alle 10.000 km zur Inspektion. Konzeptbedingt muss sie mit einem Seitenständer auskommen. Leider ist ihr Verbrauch sehr hoch. Am Hinterrad sind variable Reifenbreiten von 180er bis 200er Breite zugelassen. Eine Fabrikatsbindung gibt es überdies nicht. Daher kann man hier frei wählen, was das Fahrverhalten von wieselflinker Handlichkeit (180er) bis deutlichem Untersteuern (200er) beeinflusst.

PS: Im Bild die 899 Sport. Auf der Benelli-Webseite werden die Fotos der großen TNT übrigens mit "TNT 1150" betitelt. Ob uns da bald ein neuer Motor mit größerem Hubraum ins Haus steht, wer weiß...

(Daten Stand 04/2008. Alle Angaben ohne Gewähr.)

Link: benelli.de