| Motorart/Kühlung | V 4 (65 Grad) / Wasser |
| Hubraum | 1000 ccm |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung / G-Kat / Euro 3 |
| PS - UMin | 180 PS (132 kW) - 12500/min |
| Nm - UMin | 115 Nm - 10000/min |
| Gänge/Antrieb | 6 / Kette |
| Test in Motorrad 12/2009 | |
| Leergewicht vollgetankt | 204 kg (v/h 50,0/50,0) |
| 0 - 70 km/h | - s |
| 0 - 100 km/h | 3,2 s |
| 0 - 120 km/h | - s |
| 0 - 140 km/h | 4,8 s |
| 0 - 150 km/h | - s |
| 0 - 160 km/h | - s |
| 0 - 180 km/h | - s |
| 0 - 200 km/h | 7,8 s |
| 1 km, stehender Start | - s |
| Durchzug letzter Gang | |
| 60 - 100 km/h | 3,7 s |
| 60 - 120 km/h | - s |
| 60 - 140 km/h | 7,3 s |
| 60 - 160 km/h | - s |
| 100 - 140 km/h | 3,6 s |
| 140 - 180 km/h | 3,8 s |
| Vmax (Werk) | (295) km/h |
| 100 - 0 km/h | 41,0 m |
| Handlingparcours I | 19,1 s - 120,4 km/h |
| Handlingparcours II | 25,9 s - 58,5 km/h |
| Kreisbahn 46 m | 10,0 s - 56,0 km/h |
| Verbrauch Landstraße/130 km/h | 6,6/6,8 L/NB |
| Preis Testmotorrad zzgl. NK | 19.503 Euro (05/2009) |
| Bemerkungen: Bereifung: 120/70 ZR 17 - 190/50 ZR 17 (Bridgestone BT 019/BT 012) Leistungsmessung auf dem Rollenprüfstand (vergleichbar mit einer genormten Serienmessung): - Modus T/S: 179 PS bei 12800/min, 111 Nm bei 9900/min - Modus R: 134 PS bei 11400/min, 95 Nm bei 8200/min Reichweite der Gänge: 145/182/221/258/287/(308) km/h. Effenktive Zuladung 197 kg. Der Kenner wird sich irritiert fragen, was man mit einem solchen Rennstrecken-Geschoß im öffentlichen Straßenverkehr anfangen soll. Nun, die Aprilia RSV4 Factory hat eine Straßenzulassung, und es gibt bestimmt genügend Besitzer, die einfach nur ein faszinierendes Stück Technik ohne rennsportliche Ambitionen über geschwungene Landstraßen bewegen wollen. Daher wird in diesem Zusammenhang auf die Alltagstauglichkeit der RSV4 eingegangen. Zunächst sollte man die Alltags-Vorteile des Bikes nennen: Die RSV4 ist sehr gut verarbeitet. Sie verträgt Normalbenzin (bleifrei). Sie ist superhandlich, handlicher als jeder andere 1000er-Supersportler. Der Motor geht feinfühlig und berechenbar ans Gas, sein Drehmoment überfällt nicht den Fahrer irgendwann auf der Drehzahlleiter. Die Wartungsintervalle sind relativ lang (alle 10.000 km). Schließlich ist die RSV4 diesen Sommer garantiert der Star bei jedem Sportfahrertreff. Auf solchen Treffs finden sich bekanntlich immer eine Menge Nörgler und Neidhammel, getreu dem Motto "Was ich nicht bezahlen kann, muss ich schlechtreden". Zählen wir also die Alltags-Nachteile des Bikes auf: Die RSV4 ist zierlich, Fahrer über 1,80 m Größe müssen sich arg zusammenfalten, um Platz zu finden. Es gibt keinen Soziussitz (natürlich!). Der Verbrauch ist, absolut gesehen, hoch für ein Motorrad. Die Übersetzung ist rennstreckentypisch lang geraten. Man kann theoretisch schon mit dem Ausdrehen des ersten Gangs auf der Landstraße den Führerschein verlieren. Der Windschutz der Verkleidung ist nur ausreichend. ABS gibt es nicht. Beim scharfen Bremsen hebt das leichte Heck schnell ab, daher kann man die Möglichkeiten der Bremse gar nicht richtig ausschöpfen. Der T-Modus ist ganz klar für die Rennstrecke da, auf öffentlichen Straßen fährt man die RSV4 auf jeden Fall entweder in Modus S oder R (Regen). Im Stadtverkehr bereitet die RSV4 auch nicht gerade Freude. Man sitzt stark gebückt auf ihr, der Motor heizt den Rahmen mächtig auf. Durch den ellenlangen ersten Gang muss man in der City meistens mit schleifender Kupplung fahren. Und man kann kein Gepäck am Heck anbringen ("Wo soll denn da das Topcase hin?"). Den Liebhaber wird das alles nicht stören. Die RSV4 ist eine Genussmaschine, Pragmatiker kaufen sich sowieso eine BMW GS. Abstimmung Landstraße (Setup Tips): Gabel Vorspannung 8 Umdrehungen vorgespannt. Gabel Druckstufe 12 Klicks geöffnet. Gabel Zugstufe 12 Klicks geöffnet. Federbein Federbasis Vorspannung Standard. Federbein Niveau 0 mm. Federbein Druckstufe Low 9 Klicks geöffnet. Federbein Zugstufe 20 Klicks geöffnet. Luftdruck vorne/hinten 2,3/2,5 bar. (Daten Stand 05/2009. Alle Angaben ohne Gewähr.) Link: aprilia.de |