| Motorart/Kühlung | V 2/Wasser |
| Hubraum | 839 ccm |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung/G-Kat/Euro 3 |
| PS - UMin | 76 PS (56 kW) - 8000/min |
| Nm - UMin | 73 Nm - 5000/min |
| Gänge/Antrieb | 7 (CVT)/Kette |
| Test in MO 05/2008 | |
| Gewicht vollgetankt | 221 kg (v/h 48,2/51,8) |
| 0 - 70 km/h | - s |
| 0 - 100 km/h | 4,8 s |
| 0 - 120 km/h | - s |
| 0 - 140 km/h | - s |
| 0 - 150 km/h | - s |
| 0 - 160 km/h | - s |
| 0 - 180 km/h | - s |
| 0 - 200 km/h | - s |
| 1 km, stehender Start | - s |
| Durchzug letzter Gang | |
| 60 - 100 km/h | - s |
| 60 - 120 km/h | - s |
| 60 - 140 km/h | 8,8 s |
| 60 - 160 km/h | - s |
| 100 - 140 km/h | - s |
| 140 - 180 km/h | - s |
| Vmax solo (gemessen) | 205 km/h |
| 100 - 0 km/h | - m |
| Handlingparcours I | - |
| Handlingparcours II | - |
| Kreisbahn | - |
| Testverbrauch | 5,8 L/SB |
| Preis Testmotorrad inkl. NK | 8.949 Euro (04/2008) |
| Bemerkungen: Bereifung: 120/70 ZR 17 - 180/55 ZR 17 (Dunlop Qualifier) Luftdruck: Solo 2,3/2,5 bar - mit Sozius 2,5/2,8 bar Die Beschleunigungswerte wurden mit dem manuellen der vier verschiedenen Fahrprogramme (Regen/Touring/Sport/manuell) ermittelt. Bei den Durchzugsmessungen schaltete die Mana in den ersten drei Programmen selbsttätig herunter, deswegen die sehr guten Werte. Ein Motorrad mit Vollautomatik (verteilt auf 7 virtuelle Gänge) - darf das überhaupt sein? Warum nicht, lautet die salomonische Antwort. Motorräder mit manueller Schaltung gibt es schließlich schon genug. Aprilia wagt mit der NA 850 Mana ein ungewöhnliches Experiment. Wer soll die Mana bevorzugt kaufen? Umsteiger aus der Roller-Szene und Motorrad-Kuriere. In südeuropäischen Ländern sind Power-Roller sehr beliebt, und es ist dort niemandem peinlich, auf einem einspurigen Automatik-Fahrzeug mit Karosserie unterwegs zu sein. In Südeuropa werden Roller und Motorräder nämlich nicht nur in der Freizeit als Hobbyinstrumente missbraucht, sondern dienen in vielen Ballungsgebieten als echtes, alltägliches Fortbewegungsmittel. Entsprechend praktisch ist die Mana auch ausgelegt. Das fängt schon beim Motor an. Das 839 ccm große Aggregat verrichtet auch im neuen Über-Roller Gilera Nexus 850 seinen Dienst. Der Motor ist ein Zieher, der seine Leistung gleichmäßig über das gesamte Drehzahlband entwickelt. Ab ca. 2000/min fängt er an zu ziehen und erricht seine Drehzahlgrenze bei 8500/min. Dabei brummt er er über die ganze Distanz tiefbassig vor sich hin, und er vibiriert deutlich. Die Automatik funktioniert ausgezeichnet. Sie bietet 4 Fahrprogramme: Regen, Touring, Sport und "Schaltung". Eigentlich ist es eine stufenlose CVT-Automatik, der besseren Fahrbarkeit halber lässt Aprilia aber 7 Gänge simulieren. Die Regen-Einstellung ist wirklich nur bei tropfnasser oder anderweitig rutschiger Fahrbahn sinnvoll. Die "Schaltung"-Stellung lässt den Fahrer die Gänge selbst mit dem Fuß wählen oder per Lenkradschalter antippen - gekuppelt wird natürlich auch dann vollautomatisch. Normalerweise wird man aber fast immer im Touring- oder Sport-Modus unterwegs sein. Im Sport-Modus dreht die 850 Mana die Gänge mehr aus und schaltet beim Gasgeben gerne einmal spontan herunter. Die Motorrad-Tester bevorzugten jedoch den Touring-Modus. Denn es stellte sich heraus, dass die Mana in diesem Modus nicht wirklich langsamer, aber viel komfortabler unterwegs war. Lastwechsel gibt es bei der Aprilia NA 850 Mana quasi nicht. Im Schiebebetrieb kuppelt die Mana unterhalb von 15 km/h aus, so dass man an der Ampel nicht auf der Bremse "stehen" muss. Allerdings muss man sich als klassischer Motorradfahrer erst darauf einstellen. Denn beim Wenden und in langsamen Spitzkehren kann unvermittelt der Schub wegbleiben, wodurch das Vorderrad einklappt. Die Beschleunigung fällt, auch im Sportmodus, nicht so gut wie bei anderen Motorrädern dieser Leistungsklasse aus. Aber 4,82 Sekunden auf Hundert lassen sich im manuellen Modus mit einer lässigen Drehbewegung des rechten Handgelenks realisieren. Beim alltäglichen Ampelsprint ist die Aprilia Mana deswegen fast immer vorne. Das Fahrwerk ist betont weich abgestimmt, die Schräglagenfreiheit schlecht. Für sportliche Fahrer bietet sich also eher die Aprilia SL 750 Shiver an. Der Fahrer sitzt aufrecht und sehr bequem, die Sozia muss wegen der hohen Fußrasten die Beine stark anwinkeln. Auf Wunsch gibt es eine Touren-Windschutzscheibe und Packtaschen. Das Tankgehäuse ist eine Attrappe. Darunter verbirgt sich ein Helmfach, das auch einen Integralhut schluckt. Ds Federbein ist einstellbar. Soweit die praktische Seite der Mana. Es fragt sich hingegen, warum Aprilia die NA 850 Mana nicht noch mehr in Richtung "praktisches Alltags-Bike für Pendler und Motorrad-Kuriere" entwickelt hat. Nämlich mit einem wartungsfreien Zahnriemen- oder Kardanantrieb. Und ABS für die glatten Fahrbahn-Tage im Leben. Vielleicht kommt das ja noch. (Daten Stand 04/2008. Alle Angaben ohne Gewähr.) Link: aprilia.de |