
| Motorart | R 4 |
| Hubraum | 1299 ccm |
| Aufladung | Sauger |
| PS - UMin | 205 PS (151 kW) - 10500/Min |
| Nm - UMin | 141 Nm - 7500/Min |
| Motorlage/Antrieb | Mittelmotor/Heck |
| Gänge/Schaltung | 6/sequentiell |
| Test in sport auto 09/2005 | |
| Gewicht | 576 kg |
| 0 - 80 km/h | 3,2 s |
| 0 - 100 km/h | 4,4 s |
| 0 - 120 km/h | 6,0 s |
| 0 - 130 km/h | - s |
| 0 - 140 km/h | 8,2 s |
| 0 - 160 km/h | 10,8 s |
| 0 - 180 km/h | 13,8 s |
| 0 - 200 km/h | 18,7 s |
| 0 - 250 km/h | - s |
| 400 m, stehender Start | - s |
| 1 km, stehender Start | - s |
| Vmax | 233 km/h |
| 100 - 0 km/h (kalt) | 33,2 m |
| 100 - 0 km/h (warm) | 32,7 m |
| Nordschleife | - min |
| Hockenheim, kleiner Kurs | 1.09,1 min |
| Motopark Oschersleben | - min |
| Querbeschleunigung | 1,6 g |
| Slalom 18 m | 76,3 km/h |
| Slalom 36 m | - km/h |
| ISO Ausweichtest | - km/h |
| Testverbrauch min/max/ges | 10,8/21,7/15,4 L/SP |
| Grundpreis | 55.680 Euro (09/2005) |
| Testwagenpreis | 55.680 Euro |
| Bemerkungen: Bereifung: 195/55 R 15 - 225/45 R 16 (Dunlop Direzza D02G). Gepäckraum: -/- L. Zuladung (Testwagen): - kg. Anhängelast ungebremst/gebremst: -/- kg . Länge/Breite/Höhe 4190/1800/1070 mm, Radstand 2370 mm, Spur vorne/hinten 1760/1760 mm. Wendekreis links/rechts -/- m. Gewichtsverteilung vorne/hinten -/-. Reichweite der Gänge -/-/-/-/-/- km/h. Wer beim Radical SR3 nur auf die Beschleunigungswerte schaut, hat das Auto nicht begriffen. Wie das Leergewicht, der Radstand, die Rundenzeit in Hockenheim, die Bremswerte aus 100 km/h und die Geschwindigkeit im 18m-Slalom belegen, handelt es sich hier um einen reinrassigen Formelracer mit Straßenzulassung und Euro 4 Abgasnorm. Der Vierzylinder des britischen Radical SR3 stammt aus der Suzuki GSX 1300 R Hayabusa und wird von Powertech auf 205 PS gebracht. Ein sequentielles Getriebe von Quaife leitet die Kraft an die Hinterachse weiter, die Kraft des Motors wird von einer variablen Differenzialsperre mit maximal 70% Sperrwirkung auf die Hinterräder verteilt. Der Radical macht vor, was eine konsequente Umsetzung von Leichtbau und Groundeffect bewirkt. Er muss in Hockenheim nur dem Porsche Carrera GT den Vortritt lassen. Die Kurvengeschwindigkeiten sind jenseits von Gut und Böse. Der Radical untersteuert nicht, er übersteuert nicht, er knallt einfach mit einer messerscharfen Präzision durch die Kurven. Das Fahrwerk ist natürlich höhenverstellbar und verfügt über doppelte Dreieckslenker. Die Felgen haben einen Zentralverschluss - wie bei einem Rennwagen eben. Zwar sind die Bremsscheiben mit 260 mm eher klein, aber die Bremswerte zeigen überdeutlich, dass man sich um Negativverzögerung keine Sorgen machen muss. Das Lenkrad im zweisitzigen Cockpit lässt sich abnehmen, sonst könnte man in den Radical nicht einsteigen. Extras gibt es übrigens auch: Ein Wildlederlenkrad, 6-Punkt-Gurte sowie ein Multifunktionsdisplay mit Schaltlampen. Elektrische Fensterheber erübrigen sich von selbst, denn der Radical hat keine Fenster. Auch keine Windschutzscheibe und kein Dach, so dass man eine Klimaanlage auch nicht vermisst. Ein Vollvisierhelm und eine Motorradjacke sind eher angebracht. Schüchterne Zeitgenossen sollten einen Helm mit blickdichtem Visier nehmen, wenn sie auf öffentlichen Straßen unterwegs sind. Mehr angeglotzt als in einem Radical würde man wohl nur in einem Ufo-Cabrio. Zudem sollte man auf öffentlichen Straßen nicht in Wohngebiete abdriften. Mit einer Bodenfreiheit von 50 mm geht ab der ersten Schwelle nichts mehr. Nicht lachen, es gibt wirklich ein "Single Vehicle Approval (SVA)" Kit, das den Radical SR3 straßenverkehrstauglich(er) macht. Eine weichere Aufhängung, weichere Stabis, mehr Bodenfreiheit und Vinyl-Cover für die Sitze lassen ihn die Fährnisse des Alltags besser bewältigen. Der getestete SR3 hatte diesen Kit aber nicht. Mittlerweile gibt es eine leistungsgesteigerte Variante, den Radical SR3 1500 mit 252 PS (der SR3 1500 Turbo mit 330 PS hat keine Straßenzulassung). Wem das auch nicht reicht, der greift eben zum SR8. Der Radical SR8 besitzt nicht einen, sondern zwei Hayabusa-Triebwerke, die zu einem V8 mit 2,6 Liter Hubraum vereinigt wurden. 360 PS treffen hier auf 570 kg Leergewicht, mehr muss man wohl nicht dazu sagen. Außer, dass schon der erste Gang bis 130 km/h geht. Der SR8 bekommt nur in Großbritannien eine Straßenzulassung, die ihn aber laut EU-Regeln berechtigt, mit englischem Nummernschild auf deutschen Straßen zu fahren. Daneben ist noch ein SR9 getaufter Rennwagen für die LMP2-Serie geplant. Er weist gemäß Reglement ein Mindestgewicht von 750 kg und einen auf 3,4 Liter verminderten Hubraum auf (Leistung 525 PS). Na gut, hier noch die offziell bestätigten Rundenzeiten auf der Nürburgring Nordschleife: SR3 1500 Turbo 7.19 min (2003, inoffziell sollen sogar 7.15 min möglich sein) - SR8 6.55 min. (Stand 09/2005) Link: radical-deutschland.de |