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Lotus Esprit V8 3.5 - 1996 (Serie)

Lotus Esprit V8

Motorart V 8 Benziner (180 Grad)
Hubraum 3506 ccm
Aufladung/Umwelt BiTurbo 0,75 bar / G-Kat / Euro 1
PS - UMin 354 PS - 6500/Min
Nm - UMin 400 Nm - 4250/Min
Motorlage/Antrieb Mittelmotor / Heck
Gänge/Schaltung 5 / manuell
Test in ams Testjahrbuch 1997
Leergewicht vollgetankt 1378 kg
0 - 80 km/h 3,6 s
0 - 100 km/h 4,7 s
0 - 120 km/h 6,5 s
0 - 130 km/h - s
0 - 140 km/h - s
0 - 160 km/h 10,1 s
0 - 180 km/h 12,7 s
0 - 200 km/h 15,5 s
400 m, stehender Start - s
1 km, stehender Start 23,1 s
Höchstgeschwindigkeit (gemessen) 282 km/h
100 - 0 km/h (kalt) 37,8 m
100 - 0 km/h (warm) 41,5 m
Nordschleife - min
Hockenheim, kleiner Kurs 1.17,9 min
Querbeschleunigung - g
Slalom 18 m - km/h
Slalom 36 m - km/h
ISO Ausweichtest - km/h
Testverbrauch 100 km (schnell) 17,2 L/SP
Testwagenpreis 144.643 DM (1996)

Bemerkungen:
Bereifung: 235/40 ZR 17 - 285/35 ZR 18 (Michelin MXX 3).

Der Testwagen verfügte über aufpreispflichtige OZ-Leichtmetallräder (3.998 DM extra). Die Rundenzeit in Hockenheim wurde von sport auto ermittelt (09/1996).

Der Esprit V8 war der erste Lotus mit Achtzylinder. Er beschleunigte einen gleich teuren Porsche 993 Carrera von 0 auf 200 km/h in Grund und Boden.

Warum verkaufte sich der Esprit V8 dann so schleppend? Es gab dafür mehrere Gründe. Zum einen war der Esprit ein sehr flacher Sportwagen (1,15 m hoch), daher konnten ihn ältere Menschen nicht so bequem entern (der durchschnittliche Porsche-Neuwagen-Kunde war 1996 ca. 60 Jahre alt). Es gab den Esprit zum anderen nicht mit Automatik. Zudem passten keine 2 Golfbags in den Kofferraum.

In den USA, dem Hauptabsatzmarkt, bedeuteten diese Nachteile das Todesurteil - abgesehen davon, dass zu dieser Zeit gerade die SUV-Welle ins Rollen kam.

Der mit 0,75 bar aufgeladene Motor war leistungsmäßig eine Granate. Aber er hatte ein paar konstruktive Nachteile. Lotus verzichtete auf einen Ladeluftkühler. Der Motor hätte mit Ladeluftkühler locker über 400 PS geleistet - leider wäre das Schaltgetriebe mit soviel Leistung überfordert gewesen.

Der V8 entsprach mit seiner 180-Grad-Bauweise konstruktionstechnisch typischen Ferrari Achtzylindern. Das bedeutete allerdings, dass pro Kurbelwellen-Umdrehung zwei Zylinder gleichzeitig feuerten. Diese Konstruktion zeigte sich zwar drehfreudig, sie klang jedoch wie ein überdimensionaler Vierzylinder. Zudem soff der Motor bei Vollgas tierisch viel Sprit.

Alle Esprit hatten übrigens grundsätzlich keine Differenzialsperre an der Hinterachse - dadurch blieben sie in Kurven gutmütiger. Der Esprit V8 galt seinerzeit als fahrsicheres Auto, was für einen Mittelmotorsportler ohne ASR und ESP bemerkenswert ist.

Link: lotuscars.co.uk