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Die Legende




1. Einleitung
2. Autobezeichnung
3. Antriebsdaten
4. Quellenangabe
5. Gewicht
6. Beschleunigung
7. Durchzugswerte
8. Höchstgeschwindigkeit
9. Bremsen
10. Handling
11. Verbrauch
12. Preis
13. Bemerkungen

1. Einleitung

Die Straße. Das Medium, auf dem sich Autos in der Regel fortbewegen. Der Blickwinkel verdeutlicht, welche Teile am Auto die wichtigste Rolle spielen: Die Reifen.
Wenn man die Fahreigenschaften eines Autos verbessern möchte, sollte man zuerst an die Reifen denken. Heutzutage werden für Sportwagen Mischungen angeboten, die früher nur auf Rennstrecken gefahren wurden. Beispiel Ferrari Testarossa. Der TR von 1987 fuhr in einem sport auto Test in 1.19,7 min um den kleinen Kurs in Hockenheim. Damals ein sehr guter Wert (er war um eine halbe Sekunde schneller als ein Lamborghini Countach QV), heute allenfalls durchschnittlich. Ein Z4 3.0i schafft die Übung in 1.18,1 min. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Reifenentwicklung enorme Fortschritte gemacht hat. Ein TR würde mit moderner Sportbereifung auch locker unter die 1.18er - Marke kommen.
Dafür mussten Motoren bis in die Achziger Jahre hinein weitgehend keine Katalysatoren benutzen und durften auch um Einiges lauter sein als heutige Maschinen. Daher konnten manche Autohersteller auch mit - aus heutiger Sicht - primitiver Technik durchaus Leistungswerte erzielen, die mit heutigen Motoren noch konkurrieren können. Man sollte daher die Testwerte unter dem Blickwinkel der Zeit sehen, zu der sie entstanden.

2. Autobezeichnung
Zuerst kommt der Name des Herstellers (z.B. BMW). Wenn das Fahrzeug von einem Tuner stammt, wird die Tunerbezeichnung vorangestellt (z.B. Brabus-Mercedes). Danach kommt die Modellbezeichnung, dann das Baujahr. Dieses ist meistens identisch mit dem Jahr, in dem der Test durchgeführt wurde. In Klammern wird angegeben ob das Fahrzeug serienmäßig war, getunt wurde, oder ob es sich um ein Rallye- / Rennexemplar ohne Straßenzulassung handelt.

3. Antriebsdaten
Diese Angaben stammen in der Regel vom Hersteller selbst. Manchmal fehlen verzeinzelt Angaben, weil ich sie schlicht und ergreifend nicht auftreiben konnte.
'R 6' bedeutet Reihen-Sechszylinder, 'V 8' V-Achtzylinder, 'B 6' Sechszylinder-Boxer. Wenn bei manchen Autos 'Frontmittelmotor' verzeichnet ist, dann bedeutet das, dass der Motor hinter der Vorderachse gelagert ist und nicht direkt auf der Vorderachse sitzt. Das ist beispielsweise bei der Corvette C4/C5 und beim BMW Z4 der Fall.

4. Quellenangabe
Die meisten Tests stammen aus der auto motor und sport und ihrer Schwesterzeitschrift sport auto. Die Redakteure dieser Zeitschriften testen die Autos nicht nur in Spielstraßen und auf dem Tennisclub-Parkplatz, sondern tage- bzw. wochenlang unter realistischen Bedingungen und oft auch auf der Rennstrecke.

5. Gewicht
Autohersteller schummeln bei der Gewichtsangabe - jedenfalls sehr oft. Bei italienischen Autos ist es üblich, dass das Trockengewicht ohne Betriebsstoffe als Leergewicht angegeben wird (also ohne Treibstoff, Öl, Bremsflüssigkeit, Klimabefüllung, Servolenkungsöl usw.). Alle Hersteller geben das Leergewicht ihrer Modelle in der Grundausstattung an.
Aber eine Klimaanlage wiegt zwischen 15 und 40 kg zusätzlich, ein einziger elektrischer Fensterheber 5 kg mehr als eine Fensterkurbel. Eine elektrische Sitzverstellung schlägt mit 10 - 20 kg Mehrgewicht zu Buche - pro Sitz. Ein elektrisches Schiebedach kann das Auto um 30 kg schwerer machen als ein Vergleichsmodell ohne Schiebedach. Soviel wiegt in der Regel auch eine elektrische Verdeckbetätigung bei Cabrios. Die Kombiversionen von Mittelklassemodellen wiegen etwa 50 kg mehr als die entsprechenden Limousinenversionen. Lederausstattungen wiegen mehr als Stoffausstattungen - wer das nicht glaubt, sollte einmal mit der einen Hand eine Wildlederjacke und mit der anderen Hand ein Stoffsakko hochheben... Auch große Felgen und Superbreitreifen erhöhen das Fahrzeuggewicht nicht unbeträchtlich.
Deswegen wird das tatsächliche Leergewicht von den Fachzeitschriften bei den Tests extra ermittelt. Gewogen wird das Auto ohne Passagiere mit allen Betriebsstoffen und einem vollen Tank.

6. Beschleunigung
Diese Rubrik ist wohl selbsterklärend. Bis auf ein paar Einzelheiten. Die auto motor und sport testet immer mit 2 Personen an Bord, genauso wie die sport auto. Bei der Auto Bild wird nur mit einer Person an Bord beschleunigt.
Wie beschleunigen die Tester eigentlich aus dem Stand so optimal? Sie drehen bei handgeschalteten Autos den Motor entweder bis zum Drehzahlbereich zwischen maximalem Drehmoment und Höchstleistung oder bis genau zur Höchstleistung. Dann wird die Kupplung so kommen gelassen, dass die Räder beim Anfahren ein ganz klein wenig durchdrehen. Dabei wird darauf geachtet, dass die Räder nicht ganz durchdrehen und dass die Motordrehzahl möglichst nicht einbricht. Die Gänge werden brutal durchgerissen. Nicht immer wird erst am Drehzahlbegrenzer geschaltet. Manche Autos beschleunigen besser, wenn man schon früher (z.B. schon beim Erreichen der Nenndrehzahl) hochschaltet.
Bei Automatikfahrzeugen ist die Prozedur nicht weniger martialisch. Der Tester legt den Gang ein (D oder S, je nach Fahrzeug). Er tritt auf die Bremse und gibt gleichzeitig Gas. Wenn der Motor beim Bereich des höchsten Drehmoments dreht, lässt er die Bremse los und tritt durch. Man kann sich vorstellen, dass diese Prozedur eine extreme Belastung für die Mechanik bedeutet. Nach Möglichkeit sollte man so etwas mit dem eigenen Auto nicht machen.
Wenn der Wagen eine Antriebsschlupfregelung hat, so wird diese (wen das möglich ist) vorher ausgeschaltet. Die meisten Autos beschleunigen mit ausgeschaltetem ASR schneller als mit eingeschaltetem ASR. Aber die Technik macht Fortschritte und schon bald wird es umgekehrt sein.

7. Durchzugswerte
Ich habe auf die Darstellung von Durchzugswerten verzichtet. Ich finde nicht, dass man diese Werte vernünftig vergleichen kann. Wer schneller fahren will, sollte herunterschalten. Und wer nicht schalten kann, sollte langsam fahren.

8. Höchstgeschwindigkeit (Vmax)
Die Messungen finden unter realen Bedingungen statt, also nicht auf einem Rollenprüfstand. Es werden zwei Messungen in zwei entgegengesetzten Richtungen durchgeführt und das Mittel zwischen diesen beiden errechnet. So kann man sichergehen, dass das Ergebnis nicht durch Gegen- oder Rückenwind verfälscht wird. Übrigens gehen die Tachometer aller Autos leicht vor (meistens 6 - 8 %). Das ist von den Herstellern so gewollt. Steht die Höchstgeschwindigkeit in Klammern, ist sie eine Herstellerangabe.

9. Bremsen
Kalt bedeutet erste Bremsung aus 100 km/h mit 2 Personen an Bord. Warm bedeutet (meistens) zehnte Bremsung aus 100 km/h mit voller Zuladung. ACHTUNG: Seit der Ausgabe 19/2003 misst die auto motor und sport den Bremsweg anders. Bislang wurde der Bremsweg nach vollem Druckaufbau der Bremse gemessen. Nun wird auch die Ansprechzeit ab Berührung des Bremspedals mit berücksichtigt. Daher kann der Bremsweg bei manchen Autos aus 100 km/h ca. 3-8 Meter länger ausfallen als bisher.

10. Handling
Man fährt mit Autos nicht immer nur geradeaus. Deswegen ist ein gutes Kurvenverhalten genauso wichtig wie eine gute Beschleunigung.
Der kleine Kurs von Hockenheim im Badischen wird gerne von sport auto als Benchmark für die Sportlichkeit von Serienautos genommen. Hier gewinnt vor allem das Auto, das möglichst leicht ist, ein gnadenlos hartes Fahrwerk und einen Motor mit hohem Drehmoment besitzt. Die Nordschleife des Nürburgrings hingegen erinnert in ihrer Topographie an eine öffentlche Landstraße. Hier gewinnt der Wagen, der neben einem geringen Gewicht, einem starken Motor und guten Bremsen eine ausgewogene Gewichtsverteilung und ein Fahrwerk mit guten Federungsreserven besitzt.
Beim Slalom (18 oder 36 Meter Abstand zwischen den Pylonen) gelten etwas andere Regeln. Hier zählt vor allem eine zielgenaue und leichtgängige Lenkung sowie breite Reifen. Gefahren wird mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit. Daher können auch relativ schwere Autos hier eine gute Figur machen. Der 110m - Ausweichtest wird in manchen Zeitschriften auch ISO-Test genannt.

11. Verbrauch
Hier gebe ich den getesteten Durchschnittsverbrauch auf 100 km an. N = Normalbenzin, S = Superbenzin, B = Bleifrei, D = Diesel.

12. Preis
Nach Möglichkeit gebe ich hier den Preis des getesteten Autos zum Zeitpunkt des Tests an. Manche Testwagen kosten wegen der zahlreich eingebauten Extras doppelt so viel wie das jeweilige Grundmodell im Prospekt - nun, das ist nicht meine Schuld.

13. Bemerkungen
Meistens ist hier u.a. die Reifengröße und -marke des Testwagens angegeben. Wenn sie nicht dabeisteht, dann gibt es diese Information nicht...
Bei vielen Exemplaren findet man, sofern vorhanden, auch gleich noch den Link zur Hersteller-Homepage.

Alle Angaben auf dieser Webseite sind natürlich ohne Gewähr.