| Motorart | V 6 Benziner |
| Hubraum | 3471 ccm |
| Aufladung | Sauger/Euro 4 |
| PS - UMin | 295 PS (217 kW) - 6200/min |
| Nm - UMin | 351 Nm - 5000/min |
| Motorlage/Antrieb | Frontmotor/Allrad |
| Gänge/Schaltung | 5/Automatik |
| Test in ams 21/2006 | |
| Gewicht | 1858 kg |
| 0 - 80 km/h | 5,9 s |
| 0 - 100 km/h | 8,3 s |
| 0 - 120 km/h | 11,3 s |
| 0 - 130 km/h | 13,2 s |
| 0 - 140 km/h | 15,2 s |
| 0 - 160 km/h | 19,5 s |
| 0 - 180 km/h | 25,8 s |
| 0 - 200 km/h | - s |
| 0 - 250 km/h | - s |
| 400 m, stehender Start | - s |
| 1 km, stehender Start | - s |
| Vmax | 250 km/h |
| 100 - 0 km/h (kalt) | 41 m |
| 100 - 0 km/h (warm) | 42 m |
| Nordschleife | - min |
| Hockenheim, kleiner Kurs | - min |
| Motopark Oschersleben | - min |
| max. Querbeschleunigung | - g |
| Slalom 18 m | 59,9 km/h |
| Slalom 36 m | - km/h |
| ISO Ausweichtest 110 m | 124,9 km/h |
| Testverbrauch min/max/ges | 9,1/16,6/14,1 L/SB |
| Grundpreis | 54.600 Euro (09/2006) |
| Testwagenpreis | - Euro (09/2006) |
| Bemerkungen: Bereifung: 235/50 ZR 17 W (Yokohama Advan Sport) Gepäckraum: 452/- L. Zuladung (Testwagen): 452 kg. Anhängelast ungebremst/gebremst: 750/1600 kg . Länge/Breite/Höhe 4957/1847/1452 mm, Radstand 2800 mm, Spur vorne/hinten -/- mm. Wendekreis links/rechts 12,5/12,3 m. Gewichtsverteilung vorne/hinten -/-. Reichweite der Gänge -/-/-/-/-/- km/h. Von der Fachwelt wurde der neue Honda Legend mit Spannung erwartet. Er tritt mit einem Novum in der Luxuslimousinen-Welt an, das bislang nur ein Rallyeauto wie der Mitsubishi Lancer Evo hatte: Ein sehr komplexer Allradantrieb mit einer ESP-Regelung, die nicht einfach nur Räder abbremst, sondern in Kurven die überschüssige Motorkraft an die Räder mit der jeweils besten Traktion weiterleitet. Solchermaßen gerüstet, so Honda, soll der Legend höhere Kurvengeschwindigkeiten und ein besseres Herausbeschleunigen aus Kurven realisieren als die etablierte Konkurrenz von Audi, BMW und Mercedes. Untersteuern soll praktisch nicht mehr vorkommen, der Legend ein wahres Handlingwunder sein. Dazu verfügt der neue Legend über einen 3,5 Liter-V6 mit fast 300 PS, mithin rund 50 PS mehr als in den preislich vergleichbaren Audi A6- und BMW 5er-Modellen (ausstattungsbereinigt). Zudem hat er die prestigeträchtige Nockenwellensteuerung V-TEC an Bord. Was blieb von all dem Technikfeuerwerk in der Realität eines ams-Vergleichstests übrig? - Praktisch nichts. Die zum Vergleich herangezogenen Konkurrenzmodelle Audi A6 3.2 FSI Quattro Automatik, BMW 530 xi Automatik und Mercedes E 350 4-Matic beschleunigten trotz PS-Defizits besser als der neue Legend. In den Fahrdynamikmessungen waren BMW und Mercedes besser, der Audi nur ganz geringfügig schlechter. Auf nassem Kurs schließlich war der Legend der langsamste. Die Gründe: Die Automatik des Legend hat lange Schaltzeiten und verfügt nur über fünf Gänge. Das entspricht dem nordamerikanischen Geschmack, der hektische Schaltorgien hasst. Der komplizierte Allradantrieb erhöht das Leergewicht des Legend beträchtlich und sorgt für eine große innere Reibung. Die Lenkung ist amerikanisch ausgelegt, also betont gefühllos. ams beklagte, dass man in Kurven keine eigenen Lenkkorrekturen vornehmen dürfte, sonst wurde die Fuhre unruhig, weil die Regelsysteme dauernd gegenlenkten. Man darf also am Lenkrad des Legend nicht selbst denken, dann funktioniert er wohl am besten. Allerdings kamen die Tester zu keinem Zeitpunkt mit dem Legend ins Schleudern, insofern funktioniert seine Allradtechnik zuverlässig. Zudem schafft man es auf öffentlichen Straßen nur sehr selten, in den Kurvengrezbereich zu kommen. Auch die Tester des britischen Automagazins Top Gear waren mit dem Honda Legend auf einem Rennkurs langsamer unterwegs als mit einem vergleichbaren Audi A6 und BMW 5er. Auch sie beklagten, dass der Legend in Kurven undurchschaubar bliebe. Er wechselt permanent zwischen Unter- und Übersteuern und korrigiert sich dabei automatisch selbst. Die Ausstattung des Legend ist überkomplett, aber seine Bedienung erfordert durch die Vielzahl an Bedienelementen eine gewisse Eingewöhnung. Federung und Dämpfung sind betont hart geraten, was dem Limousinencharakter dieses Autos widerspricht. Eine Vielzahl an Technik-Gimmicks machen alleine kein überragendes Auto aus. Dafür ist die harmonische deutsche Konkurrenz von BMW und Mercedes zu stark. Der Audi A6 3.2 FSI Quattro Automatik ist allerdings nicht wirklich besser als der Legend. Im Vergleichstest wirkte seine Allradabstimmung durch die starke Kopflastigkeit und das nach dem Zufallsprinzip sperrende Torsendifferenzial ähnlich unharmonisch wie beim Legend. Audi sollte aufpassen, dass man von Honda nicht irgendwann überholt wird. Dennoch wird der Honda Legend 3.5 V6 SH-AWD seine Käufer finden. Sein Design ist sehr ansprechend und so mancher Kunde steht einfach auf Technikorgien, auch wenn deren praktischer Nutzen nicht direkt erkennbar ist. Und die wenigsten Legend-Kunden werden jemals eine Rennstrecke mit ihrem Auto besuchen. (Stand 09/2006, alle Angaben ohne Gewähr) Link: honda.de |