| Motorart | V 8 Benziner (90 Grad) |
| Hubraum | 4308 ccm |
| Aufladung/Umwelt | Sauger / Euro 4 |
| PS - UMin | 510 PS (375 kW) - 8500/min |
| Nm - UMin | 470 Nm - 5250/min |
| Motorlage/Antrieb | Mittelmotor / Hinterrad / el. Diff.sperre / ESP |
| Gänge/Schaltung | 6 / Automatik (F1-Schaltung) |
| Test in auto motor und sport Jahrbuch 2009 | |
| Leergewicht vollgetankt | 1415 kg |
| 0 - 50 km/h | - s |
| 0 - 80 km/h | 2,7 s |
| 0 - 100 km/h | 3,6 s |
| 0 - 120 km/h | 4,8 s |
| 0 - 130 km/h | - s |
| 0 - 140 km/h | 6,1 s |
| 0 - 160 km/h | 7,5 s |
| 0 - 180 km/h | 9,3 s |
| 0 - 200 km/h | 11,2 s |
| 0 - 250 km/h | - s |
| 400 m, stehender Start | 11,6 s - 203 km/h |
| 1 km, stehender Start | - s |
| Vmax (Werk) | (320) km/h |
| Durchzug 60 - 100 km/h 4./5./6. Gang | 4,0/6,3/8,7 s |
| Durchzug 80 - 120 km/h 4./5./6. Gang | 3,4/5,3/9,0 s |
| 100 - 0 km/h (kalt leer) | 34 m |
| 100 - 0 km/h (kalt beladen) | 33 m |
| 100 - 0 km/h (warm beladen) | 33 m |
| 190 - 0 km/h (warm leer) | 120 m |
| Nordschleife | (7.38) min |
| Hockenheim, kleiner Kurs | (1.10,3) min |
| Motopark Oschersleben | - min |
| max. Querbeschleunigung | (1,35) g |
| Slalom 18 m | 71,5 km/h |
| Slalom 36 m | (136) km/h |
| ISO Ausweichtest 110 m | 147,8 km/h |
| VDA Ausweichgasse leer ein/aus | 81/62 km/h |
| VDA Ausweichgasse beladen ein/aus | -/- km/h |
| Testverbrauch min/max/ges | 13,3/25,1/17,8 L/SB |
| Grundpreis | 206.300 Euro (10/2008) |
| Testwagenpreis | 210.665 Euro (10/2008) |
| Bemerkungen: Bereifung: 235/35 ZR 19 - 285/35 ZR 19 (Pirelli P Zero Corsa) Gepäckraum: 250/- L. Zuladung (Testwagen): 265 kg. Anhängelast ungebremst/gebremst: -/- kg Länge/Breite/Höhe 4512/1923/1214 mm, Radstand 2600 mm, Spur vorne/hinten 1669/1616 mm. Wendekreis links/rechts 10,8/11,0 m. Gewichtsverteilung vorne/hinten 42,0/58,0. Reichweite der Gänge -/-/-/-/-/- km/h Stirnfläche (A): 2,00 qm². cw-Wert: 0,34. cW x A: 0,68. ECE-Verbrauch Stadt/Land/gesamt: 27,6/11,0/17,1 L/100 km. CO²-Ausstoß (offiziell): 360 g/km. Warnung an alle Eigentümer eines F430 Scuderia: Verkauft Euer Auto auf keinen Fall! Dieses Modell hat die Chance, später einmal so begehrt zu sein wie die GTO-Modelle. Das hat etwas mit dem Sound zu tun... Der 430 Scuderia (wird im Gegensatz zum normalen F430 offiziell ohne "F" bezeichnet) wurde 2007 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Er ist ca. 100 kg leichter als ein F430, 20 PS stärker und mit einem modifizierten Fahrwerk mit breiteren Reifen ausgestattet. Der Ferrari 430 Scuderia ist das letzte Modell der V8-Mittelmotor-Serie, das noch nach Euro 4 Kriterien zugelassen werden konnte. Das schaffte man nur mit Tricks - beim Kaltstart wird extra Luft in den Abgasstrom geblasen. Nur so konnte Ferrari die Abgasbestimmungen einhalten. Mit einem im Innenraum gemessenen Maximalgeräusch von 100 dB(A) im 3. Gang ist der 430 Scuderia das Lauteste, was man im Serienzustand mit Euro 4 - Segen bekommt. Ein Aston Martin DBS schafft zum Beispiel nur maximal 82 dB(A). Der Innenraum präsentiert sich ausgeräumt, es gibt z.B. keine Dämmmatten und keine Teppiche. Die Türinnenverkleidung und die Sitze bestehen weitgehend aus Kohlefaser, die Sitzfläche ist aus grobporigem Stoff - bekanntlich hat dieser einen höheren Reibwert als Glattleder und bietet einen besseren Seitenhalt in Kurven. Ein Radio gibt es nur auf Wunsch, die serienmäßige Klimaanlage kann auf Verlangen auch wieder ausgebaut werden (bringt mit allen Betriebsstoffen ca. 30 kg). Der Motor stellt einen der Höhepunkte der Saugmotor-Ära dar, er zieht in allen Drehzahlbereichen sehr gut durch, dreht wie der Teufel, klingt wie der Teufel und verlangt dafür nur handelsübliches Superbenzin. Dank einer reinrassigen Rennauspuff-Anlage, die nur mit Tricks (s.o.) die Abgas- und Geräuschhürden nehmen konnte, kann der V8 frei und unbeschwert durchatmen, was er auch gerne tut, wenn man das Gaspedal durchdrückt. Mit dem "Manettino" getauften Drehknopf am Lenkrad lassen sich ESP und Traktionskontrolle in fünf Stufen verstellen. Für die meisten Situationen sind die beiden Einstellungen "Sport" und "Race" richtig. Die 5. Stufe ist "alles aus" und sollte nur von Fahrern mit Rennlizenz gewählt werden. Dazu gibt es noch einen "L.C." Knopf auf der Mittelkonsole - die Launch Control. Die Beschleunigung wurde natürlich mit L.C. gemessen. Daneben gibt es noch einen Knopf "Auto" - der Vollautomatikmodus zum Cruisen. Mit dem 430 Scuderia wurde das neue F1-Superfast-II-Getriebe vorgestellt. Im Scuderia gibt es F1 serienmäßig, eine manuelle Handschaltung ist nicht lieferbar. Die Automatik schaltet je nach Lastzustand und Drehzahl mit unterschiedlicher Härte. Im Bummeltempo legt sie weich und etwas verzügert die Gänge ein. Bei Vollgas und hoher Drehzahl wechselt sie jedoch die Gänge in blitzschnellen 60 ms (der Enzo braucht 150 ms für einen Gangwechsel, der Enzo FXX 80 ms). Der 430 Scuderia ist einer der fahraktivsten Straßen-Ferrari aller Zeiten. Sein Grenzbereich liegt jenseits von Gut und Böse und trotzdem ist der Wagen alltagstauglich, wenn man einmal von den nässeempfindlichen Sportreifen absieht. Sein Fahrwerk ist gegenüber dem normalen F430 mit 15 mm kürzeren Titanfedern und etwas strafferen Dämpfern ausgestattet. Bremsen aus Kohlefaser-Keramik-Verbund mit 398 und 350 mm großen Scheiben sowie Sechs-Kolben-Bremssättel vorn (4 Kolben hinten) sorgen auch auf der Rennstrecke für gnadenlose Verzögerung. Dazu bewirkt eine Kohlefaser-Orgie an Karosserie (z.B. Heckdiffusor, Heckblende, Außenspiegel) und im Innenraum (z.B. Sitzschalen, Türverkleidungen) und ein Heckfenster aus Lexan eine Gewichtsersparnis gegenüber dem normalen F430 von 100 kg. Die Werte in Klammern (Hockenheim, Nordschleife, 36m-Slalom, Qeurbeschleunigung) sind von sport auto im Rahmen des Supertests (07/2008) ermittelt worden. Ferrari-Testfahrer stellten übrigens mit dem 430 Scuderia auf dem Kurs von Fiorano mit 1.25 min die Rundenzeit des Enzo ein. Eine klassische Ferrari-Schwäche findet allerdings mit dem Ferrari F 430 Scuderia wieder Einzug: Mangelhafte Verarbeitung. Die Unterbodenverkleidung löste sich während der Testfahrten, im Dach klapperte es und die Kupplung war nach den Messfahrten schon verschlissen. Den Scuderia kann man, je nach Geschmack und Geldbeutel, weiter aufrüsten. Ein Feuerlöscher für 560 Euro mag sinnvoll sein, ein Heckdiffusor aus Kohlefaser für 7.735 Euro muss nicht unbedingt sein. Auf jeden Fall sollten sich Rennstreckenfahrer einen Überrollkäfig für 2.820 Euro und eine Steinschlagschutzfolie für 2.275 Euro gönnen. Noch nicht genug? Dann gäbe es noch eine auffällige Rennlackierung für 6.675 Euro. Noch nicht genug? Wie wäre es mit einem Carbon-Lenkrad plus LED-Schaltblitzleiste für 2.425 Euro? Dann leuchtet ab 6500/min alle 500 min je eine von von 5 LEDs auf, die letzte bei 8500/min, dem Beginn des roten Bereichs auf dem Drehzahlmesser. Ferrari bietet auf den 430 Scuderia F1 eine Garantie von drei Jahren ohne Kilometerbegrenzung (inkl. Durchrostung). Die Inspektionsintervalle sind mit allen 20.000 km erfreulich lang geraten. Es gab den Scuderia auch als Cabrioversion (Ferrari Scuderia Spider 16M) in einer Auflage von 499 Stück, von denen ca. 40 Stück nach Deutschland ausgeliefert wurden. Laut Ferrari wiegt der Scuderia Spider 90 kg mehr als das Coupé, beschleunigt um 0,1 langsamer auf 100 km/h und erreicht eine 9 km/h niedrigere Höchstgeschwindigkeit. Wegen der Höchstgeschwindigkeit - Ferrari hat das Scuderia Coupé mit 324 km/h angegeben, den Scuderia Spider mit 315 km/h. Im deutschen Fahrzeugschein stehen beim Coupé aber 320 km/h. Der Tacho des Scuderia geht auch nicht ganz genau. Bei echten 95 km/h zeigt er schon 100 an, bei echten 170 km/h stehen schon 180 auf der Uhr. (Daten Stand 2008, alle Angaben ohne Gewähr) Link: ferrari.de |