Das einszweidrei Auto-Quartett

Ferrari 308 GTBi quattrovalvole - 1983 (Serie)



Motorart V 8 Benziner
Hubraum 2927 ccm
Aufladung Sauger/kein Kat
PS - UMin 240 PS (177 kW) - 6600/Min
Nm - UMin 243 Nm - 4600/Min
Motorlage/Antrieb Mittelmotor/Heck
Gänge/Schaltung 5/manuell
Test in ams 23/1983
Gewicht 1323 kg
0 - 80 km/h 4,5 s
0 - 100 km/h 6,0 s
0 - 120 km/h 8,8 s
0 - 130 km/h - s
0 - 140 km/h 10,8 s
0 - 160 km/h 14,3 s
0 - 180 km/h - s
0 - 200 km/h - s
0 - 250 km/h - s
400 m, stehender Start - s
1 km, stehender Start 25,8 s
Vmax 258 km/h
100 - 0 km/h (kalt) - m
100 - 0 km/h (warm) - m
Nordschleife - min
Hockenheim, kleiner Kurs - min
Motopark Oschersleben - min
Querbeschleunigung - g
Slalom 18 m - km/h
Slalom 36 m - km/h
ISO Ausweichtest 110 m - km/h
Testverbrauch min/max/ges -/-/15,8 L/S
Grundpreis - DM (1983)
Testwagenpreis 99.830 DM

Bemerkungen:
Bereifung: 205/55 VR 16 - 255/50 VR 16 (Goodyear NCT)

Gepäckraum: -/- L. Zuladung (Testwagen): 287 kg. Anhängelast ungebremst/gebremst: -/- kg .

Länge/Breite/Höhe 4230/1720/1120 mm, Radstand - mm, Spur vorne/hinten -/- mm. Wendekreis links/rechts -/- m. Gewichtsverteilung vorne/hinten -/-. Reichweite der Gänge -/-/-/-/-/- km/h.

Der Testwagen hatte Klimaanlage, Front- und Dachspoiler.

Mit Umstellung von Vergaser- auf Einspritztechnik verlor der 308 Anfang der 80er Jahre viel Leistung. Waren es Ende der 70er noch 255 PS, schrumpfte das Kraftangebot auf magere 214 PS - in den USA bleiben wegen der schärferen Abgasgesetze nur noch 205 PS übrig. Deswegen rüstete Ferrari den 308 von Zwei- auf Vierventiltechnik um. 240 PS reichten, um mit dem Porsche 911 Carrera 3.2 (231 PS) in Puncto Fahrleistungen gleichzuziehen. Heute reicht das Leistungsangebot immer noch, sich mit einem modernen Boxster 2.7 (240 PS) anzulegen.

Der "quattrovalvole" konnte mühelos bis über 7000 Touren drehen, wurde aber enorm laut. Bei 200 km/h wurden die Passagiere mit 91 dB(A) beschallt. Zum Vergleich: Laut Gesetz muss ein Arbeitgeber bei einer Dauerbeschallung von über 85 db(A) einen Gehörschutz bereitstellen.

Der Ferrari 308 gab sich - man glaubt es kaum - umgänglicher als der Porsche 911. Für den Ferrari 308 waren Servolenkung, Wippenschaltung, ESP und ABS noch Fremdworte. Dennoch war das Auto keine giftige Heckschleuder, wie manche selbsternannten Experten gerne behaupten.
Der 308 untersteuerte in Kurven grundsätzlich leicht und ließ sich nur durch provokantes Gasgeben oder Lastwechsel zum kontrollierbaren Übersteuern überreden. In diesem Ferrari hatte man dennoch eine Lernkurve zu bewältigen. Je länger man mit dem Auto unterwegs war, desto mehr verstand man es und konnte immer schneller damit fahren.

Das relativ gutmütige Fahrverhalten änderte sich aber, wenn man statt der relativ weichen Goodyear NCT einen Satz Pirelli P7 aufzog. Deren harte Mischung verstärkte die Lastwechselreaktionen im Grenzbereich.

Ist das der Ferrari aus der TV-Show "Magnum" mit Tom Selleck? - Jein. Im Laufe der Serie wurden drei Ferrari eingesetzt. Anfangs war es ein '79er 308 GTS mit Vergasertechnik und 255 PS. Danach ein '81er 308 GTSi mit 205 PS (US-Version) und zuletzt ein '84er 308 GTSi QV mit 230 PS (US-Version).

(Stand Daten: 11/1983, Kommentar 08/2006. Alle Angaben ohne Gewähr)

Link: ferrari.de