Das einszweidrei Auto-Quartett

Ferrari F 550 Maranello - 1996 (Serie)



Motorart V 12
Hubraum 5474 ccm
Aufladung Sauger
PS - UMin 485 PS - 7000/Min
Nm - UMin 569 Nm - 5000/Min
Motorlage/Antrieb Frontmotor/Heck
Gänge/Schaltung 6/manuell
Test in ams 24/1996
Gewicht 1754 kg
0 - 80 km/h 3,5 s
0 - 100 km/h 4,5 s
0 - 120 km/h 6,0 s
0 - 140 km/h - s
0 - 160 km/h 9,6 s
0 - 180 km/h 11,6 s
0 - 200 km/h 14,2 s
400 m, stehender Start - s
1 km, stehender Start 22,6 s
Vmax 320 km/h
100 - 0 km/h (kalt) 37,5 m
100 - 0 km/h (warm) 37,8 m
Nordschleife - min
Hockenheim, kleiner Kurs - min
Querbeschleunigung - g
Slalom 18 m - km/h
Slalom 36 m - km/h
ISO Ausweichtest - km/h
Testverbrauch 18,0 L/SP
Grundpreis 324.700 DM

Bemerkungen:
Bereifung: 235/45 ZR 18 - 295/35 ZR 18 (Michelin MXX 3 Pilot).

1996 löste der 550 Maranello den F 512 M als Topmodell bei Ferrari ab. War der Vorgänger noch ein stark modifizierter Testarossa mit Mittelmotor, lag beim 550 der Motor vorne. Von dieser Einbaulage profitierten vor allem der Fahrkomfort, der Sitzraum, der Geradeauslauf und die Fahreigenschaften im Grenzbereich.
Wer über 1,85 m groß ist, sollte, bevor er sich einen Testarossa/512TR/512M zulegt, einmal in einem 550 Platz nehmen. Der 550 bietet wirklich mehr Raum für die Beine.

Ein gewichtiger Grund für die Umgestaltung des Topmodells von Mittel- auf Frontmotor war aber auch eine spezielle Eigenart der Amerikaner: Viele Reiche in den USA kaufen grundsätzlich nur Autos, in die neben zwei Passagieren auch zwei Golftaschen und ein Picknick-Korb passen. Außerdem mögen Amerikaner lieber Frontmotorautos als Mittelmotorautos, weil sie leichter zu fahren sind. Nicht zuletzt deswegen entschloss man sich bei Ferrari, das Testarossa-Prinzip an den Nagel zu hängen und ein Frontmotor-Coupé zu bauen.

Leider kam das neue Design nicht so gut an, wie sich Ferrari das gedacht hatte. Der 550 wirkte nicht so elegant wie ein Daytona aus den frühen 70ern, nicht so wild wie ein Testarossa, seine Front war zu zerklüftet und er war zu leise (!). Viele Besitzer montierten in ihren 550 eine Sportauspuffanlage, um den Motor auch bei niedrigen Drehzahlen wieder hören zu können.

550er Ferrari leiden unter einem relativ hohen Wertverlust. Aber gerade deswegen sind sie eine reizvolle Alternative auf dem Gebrauchtmarkt. Die meisten F 550 wurden übrigens nicht in Rot lackiert.